Bei Menschen, die sich kennen und mögen, passiert es meistens ganz automatisch: guter Kontakt, eine angenehme Gesprächsatmosphäre, eine vertrauensvolle, empathische Beziehung, kurz: Rapport.
Das ist der Stoff, aus dem “der gute Draht” zwischen zwei Gesprächspartnern gemacht ist – und deshalb spielt Rapport auch in unserem Einstiegs- und NLP-Basis-SeminarWie Kommunikation gelingt“ eine wichtige Rolle.

Rapport kann ganz von alleine entstehen – und er kann auch bewusst herbeigeführt werden. Unzählige Wege führen dahin – und ist er mal erreicht, “fließt” ein Gespräch so richtig, Inhalte werden besser verstanden, Vorschläge eher angenommen, Verhandlungen einfacher, Kommunikation befriedigender – normalerweise für beide Seiten. Dabei ist der guten Draht zwischen zwei Menschen mehr als eine Technik – es ist ein Zustand, der während eines Gesprächs aufrechterhalten werden will. Geht der Rapport verloren, so sind auch die besten Techniken des NLP oder anderer Coaching-Methoden wirkungslos. Dies gilt aber nicht nur für Coaching-Gespräche, sondern auch für unsere alltägliche Kommunikation.

Mit der WALL-Methode zum Rapport-Meister werden

Umso wichtiger ist es – selbst für „alte Hasen“ – sich immer wieder die Grundlagen eines gelungenen Rapports vor Augen zu halten.
Ein Modell für das Herstellen von Rapport nennt sich WALL.
Wall ist das Englische Wort für „Mauer“ und es soll helfen, die Mauern zwischen Kommunikationspartnern zu überwinden.

WALL ist dabei die Abkürzung für:

W – Watch (Beobachten)
A – Ask (Fragen)
L – Listen (Zuhören)
L – Learn (Lernen)

Da BFZL nicht so gut klingt wie WALL, wollen wir mal beim englischen Original bleiben. 😉

Was allen guten Kommunikatoren eigen ist, ist zunächst ihre Fähigkeit, ihr Gegenüber genau beobachten zu können. Dabei gilt es, besonders auf die Körpersprache und Zugangshinweise zu achten. Darüber lernst du einiges in unseren Seminaren, damit du auch weißt, worauf genau du achten solltest. Wichtig bei der Beobachtung ist es, einen Gesamteindruck zu bekommen und dich nicht auf einzelne „Zeichen“ zu fokussieren und dein Gegenüber allzu schnell in eine Schublade zu stecken.

Der zweite Schritt zum Aufbau eines gelungenen Rapports liegt darin, Fragen zu stellen.
Durch gezieltes Fragen zeigst du Interesse an der anderen Person, ihren Wünschen, Bedürfnissen und Interessen. Gleichzeitig zeigst du damit dein eigenes Know-How und kannst ein Gespräch damit auch in eine Richtung lenken. Neben all dem bekommst du auch noch weitere wertvolle Informationen und Anknüpfungspunkte, die du für das aktuelle Gespräch und einen weiteren Beziehungsaufbau gut gebrauchen kannst.
Achte dabei darauf, dass dein Interesse authentisch ist und auch, dass du dein Bedürfnis über dich zu sprechen zurückstellst. Dein Ziel ist es, dein Gegenüber über sich erzählen zu lassen.

Womit wir auch schon bei Schritt 3 wären: Zuhören.
Zuhören bedeutet nicht, auf eine Gesprächspause zu warten, nur um deine eigene Geschichte erzählen zu können.
Wusstest Du, warum sich viele Menschen nicht an Witze erinnern können? Der Grund dafür ist, dass sie, während sie einen Witz hören, schon intensiv daran denken, welchen sie selbst erzählen könnten. Sie hören dabei nicht zu, sondern warten nur auf ihren „Einsatz“.
Zuhören ist wie Beobachten, nur mit den Ohren.
Die Wortwahl deines Gegenübers (VAKOG – Repräsentationssysteme) bietet dir wertvolle Zugangshinweise über dessen interne Verarbeitung von Information und bevorzugte Sinne.
Wichtiger aber als der Gewinn an Information ist es, dass deine Gesprächspartner das Gefühl bekommen, gehört zu werden.
Dies vermittelt Vertrautheit und steigert den Rapport ungemein.

Im letzten Schritt – dem Lernen – geht es darum, zu schauen, was in deinen Gesprächen mit anderen Menschen in unterschiedlichsten Situation funktioniert hat und was nicht.
Durch deine Beobachtung weißt du nun, wie andere Menschen auf dich reagieren und wo es Schwierigkeiten gegeben hat, den Rapport herzustellen.
Indem du Andere beobachtest, wie sie Rapport herstellen, kannst du auch neue Wege und immer bessere Methoden kennenlernen, um Kommunikations-Mauern zu umgehen.
Je mehr du über einen guten Rapport mit unterschiedlichen Menschen lernst, desto leichter wird es dir in Zukunft fallen, diesen herzustellen.

Rapport ist das A und O jeglicher gelungener Kommunikation und die Basis für Pacing & Leading, um Gespräche auch wirklich „führen“ zu können.
Diese und viele weitere Werkzeuge lernst Du in unserem Basis-NLP Seminar „Wie Kommunikation gelingt“ – einem unserer Trilogie-Seminare zum Einstieg in unsere Ausbildungen zum/zur Dipl. Lebens- und Sozialberater/in, Dipl. Familiencoach, NLP Practitioner u.v.m.